Kardamom - exquisites Gewürz mit Heilwirkungen

Kardamom-Saat, 50g

Kardamom-Saat

Zauber der Gewürze Kardamom-Saat gemahlen, 50g

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Kardamom
Kardamom gehört zu den edelsten Gewürzen der Welt
Sigrid Rossmann /pixelio.de

Kardamom zählt als Pflanzenart zu den Ingwergewächsen. Zunächst gilt es, zwei Arten zu unterscheiden: Grünen Kardamom, botanisch Elettaria cardamomum und Schwarzen Kardamom, auch Amomum subulatum.

Grüner Kardamom hat seinen Ursprung in Sri Lanka, Südindien, Thailand und Irak. Heutzutage ist Guatemala ein bedeutendes Exportland. Andere Anbauländer, die Grünen Kardamom kultivieren, sind Madagaskar, Tansania, Papua-Neuguinea sowie Vietnam. Der Schwarze Kardamom ist in China und dem östlichen Himalaja beheimatet. Seine Anbaugebiete befinden sich vorrangig in Nepal und Sikkim, einem indischen Bundesstaat. Manchmal bezeichnen Menschen Kardamom als Zimtpflanze. Der wahre Zimt ist indessen ein tropischer Baum. Kardamom ist ein Staudengewächs. Seine Blätter erinnern an Maiglöckchen. Die enorm aromatischen Blätter des Kardamomstrauches verfügen über den typisch zimtartigen Geschmack. Inder verarbeiten sie komplett oder klein geschnitten in traditionellen Reisgerichten. Die Blätter schmecken ebenfalls sehr angenehm in Teemischungen.

Herkunft und Vorkommen von Kardamom

Der Grüne Kardamom wächst bis zu einer durchschnittlichen Höhe von zwei bis drei Metern heran. Vereinzelt können die krautigen Pflanzen sogar bis zu fünfeinhalb Metern hoch sprießen. Die Pflanzen treiben zahlreiche lanzettliche Laubblätter. Sie besitzen ein in höchstem Maße bewurzeltes Rhizom, ein leicht unterirdisch oder dicht am Boden wachsendes Erdsprosssystem. Das Rhizom stellt das Organ zum Überdauern des Ingwergewächses dar. Kardamom bringt drei-fächerige, strohige Kapselfrüchte hervor. Die Früchte sind von grün-gelber Färbung. Jedes Fruchtfach beherbergt zwischen vier und acht unregelmäßig geformte Samen. Die Samen sehen graubraun oder rotbraun aus. Wenn niemand die Kapselfrüchte kurz vor der völligen Reife pflückt, öffnen sich die Früchte und verlieren die Samenkörner. In Arabien sagen Überlieferungen den Körnern des Kardamoms einen Effekt als Aphrodisiakum nach.

Kardamom als Pflanze

Beim Kardamom handelt sich um eine verkrautete, buschig wachsende Pflanze. Die starken Stängel schieben sich aus den verdickten Wurzelstöcken (Rhizome) nach oben. Sobald sie die Erdoberfläche durchdringen, zeigt sich ihre leuchtend grüne Farbe. Die Blätter sind lanzettförmig, was bedeutet, dass sie rund drei- bis viermal länger als breit sind. Nach oben hin laufen sie spitz zu. Kardamomblätter glänzen zudem leicht. Die Anordnung der Blätter ist mit einem Palmwedel vergleichbar. Eine einzelne Pflanze kann die stattliche Höhe von rund 2,50 m erreichen. Kardamomgewächse weisen eine Besonderheit am Fuße auf. Direkt am Übergang zwischen Kraut und Wurzeln wachsen bis zu 60 cm lange, flache Seitentriebe. Sie kriechen förmlich über dem Boden, ducken sich mit blassen, grünblauen Blütenständen in den Bodenaufwuchs. Die Blüten sind zu Rispen zusammengefasst und bestechen optisch durch ihren gelben Abschlussrand. Nach dem Ende der Blütezeit entwickeln sich die Samenkapseln. Diese sind grau bis grün, manchmal auch gelb. Die Samen weisen in ihrer dreieckigen Beschaffenheit drei Fächer auf, ähnlich wie Bucheckern. Kardamomsamen sind hingegen zehn bis zwanzig Millimeter lang. Die Breite beträgt zwischen acht und zehn Millimetern. In jedem der drei Fächer sitzen fünf bis sieben Samen. Diese Samen sind graubraun bis rötlich gefärbt und betragen im Durchmesser maximal vier Millimeter. Ihre Form ist jeweils unregelmäßig.

Zum Anbau bevorzugt Kardamom tropisches Klima und feucht-warme Witterungsbedingungen. Der beste Standort ist am Rande von Wäldern im Halbschatten. Farmer ernten die noch grünen Samenkapseln kurz vor dem eigentlichen Reifezeitpunkt manuell. Die Kapseln legen sie zum Trocknen aus. Nach dem Trocknen mahlen sie die Kardamomsamen. Dabei bleibt die Schale erhalten. In Fachkreisen trägt dieser Mahlvorgang die Bezeichnung „in der Schale gemahlen“.

Kardamomblätter daheim anbauen und ernten

Interessenten können Kardamom sogar als Zimmerpflanze halten. Sie verhält sich sehr anspruchslos und grünt sowohl in vollem Schatten als auch in der prallen Sonne. Demnach kann sie gut auf einer Fensterbank stehen. Zur Blüte kommt das indische Gewächs in deutschen Wohnzimmern oder Wintergärten in aller Regel nicht. Die Blätter sind ungeachtet dessen das ganze Jahr über grün. Verbraucher können sie somit ohne Unterbrechung in der Küche verwenden. Kardamom ist derart einfach zu kultivieren, dass ihm auch kalte Temperaturen in der Winterzeit nichts anhaben. Die Vegetations- und Blatternteperiode der Pflanze  erstreckt sich über das gesamte Jahr.

Wirkung von Kardamom

In der Funktion als Heilmittel kommt Kardamom in aller Regel in pulverisierter Form zum Einsatz. Verbraucher haben die Wahl: Sie können entweder fertiges Pulver einkaufen oder ganze Samen nehmen, die sie selber weiterverarbeiten. Frisch zubereitetes Kardamompulver birgt das höchste Maß an Heilkraft. Wenn Verbraucher das Pulver einlagern, besteht die Gefahr, dass sich viele Stoffe des Kardamoms verflüchtigen. Dazu brauchen die Wirkstoffe lediglich mit Luft in Kontakt kommen. Ebenso verfliegt das einzigartige Aroma mit der Zeit. Deshalb sollten Konsumenten Kardamom möglichst frisch und ohne lange Lagerzeiten gebrauchen.
Folgende Übersicht gibt Aufschluss über die überlieferten und zum Teil wissenschaftlich bestätigten Wirkungsbereiche von Kardamom:

  • Verdauungsstörungen,
  • Magenkrämpfe,
  • Regelschmerzen,
  • Blähungen,
  • Klimakterium,
  • Mundgeruch,
  • Scherz,
  • Husten,
  • Erkältung,
  • Grippe,
  • Asthma.

Untersuchungen und Wissenschaftliche Studien

Kardamom ist wissenschaftlich nicht erschöpfend untersucht. Allerdings ist es in der Chinesischen Ernährung ein wichtiger Bestandteil und die Chinesen habe eine Reihe von gesundheitsrelevanten Ableitungen entwickelt. Der Ernährungswissenschaftler Dr. Uwe Siedentopp hat sich damit befasst und seine Feststellungen dazu in einem Bericht über Kardamom zusammengefasst. Dieser erschien im April 2005 in der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur. Siedentopp schließt aus seinen Recherchen, dass Kardamom die Galle anregt und sich günstig auf Magen-Darm-Probleme auswirkt.

Diverse Studien mit Tierversuchen beschäftigen sich mit der krampflösenden Wirkung von Kardamom. Eine andere Studie zu Kardamom in Verbindung mit der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) befasst sich fernerhin mit der Wirkung der Pflanze auf das allgemeine Wohlbefinden, das sich in der Verbesserung der Lebensqualität niederschlägt.

Medizinische Verwendung von Kardamom

Kardamom hat wichtige Funktionen bei folgenden Krankheitserscheinungen:

  • Verdauungsbeschwerden und Darmträgheit,
  • Atemwegserkrankungen und Erkältungsbeschwerden,
  • Mundgeruch,
  • Appetitlosigkeit,
  • Depressionen.

Die in Kardamom vorkommenden ätherischen Öle verantworten zum einen den unvergleichlichen Würzgeschmack. Zum anderen haben sie heilsame Effekte bei manchen gesundheitlichen Problemen. Schon im alten Rom kurierten Menschen mit Kardamom die Folgen von legendären Fressorgien. Kardamom beschwichtigt gestresste Mägen und fördert die Darmtätigkeit. Neben der Funktionsleistung für die Verdauung wirkt Kardamom erleichternd bei Blähungen. Das mit Ingwer verwandte Gewürz mindert Erkältungsbeschwerden. Wer Kardamomsamen kaut, bekämpft damit Mundgeruch im Allgemeinen und Knoblauchfahnen oder Alkoholfahnen im Besonderen. Einige Kenner beschwören, dass Kardamom die Gemütsverfassung erhellen und gar die Libido anheizen kann. Für diese Effekte existieren allerdings keine zuverlässigen wissenschaftlichen Beweise.

Kardamom bei Nierensteinen

Ein weiterer, zusätzlicher Anwendungsbereich, der von indischen Heilkundlern definiert wurde, ist die Verabreichung von Kardamom bei Koliken und Nierensteinen. In dieselbe Richtung geht ferner der Ansatz der chinesischen Medizin. Chinesen setzen Kardamom bei Harninkontinenz ein. Allerdings ist es grundsätzlich ein anerkanntes, stärkendes Kraut vom Standpunkt der chinesischen Medizin her. Kardamom soll eine entgiftende Wirkung haben. Der harntreibende Effekt sorgt dafür, dass der Körper die vorhandenen Schlacken ausschwemmt. Neben der Verstärkung des Harntriebes kann Kardamom dazu beitragen, dass Beschwerden beim Urinieren zurückgehen. Der Würzstoff soll Blasenentzündungen lindern und bis hin zu Prostataproblemen positiv wirken.

Wirkt Kardamom gegen Krebs?

Eine Benennung von Kardamom als Krebsheilmittel ist nicht konkret zutreffend. Einige vorliegende Studien mit Tieren geben Hinweise darauf, dass das Wachstum von Krebszellen durch die regelmäßige und hochdosierte Einnahme von Kardamom verlangsamt werden kann. Wissenschaftliche Studien an Menschen mit haltbaren Aussagen sind hierzu derzeit jedoch nicht verfügbar.

Wirkungen von Kardamom auf die Atemwege

Bereits die alten Ägypter sollen Kardamom zur Reinigung ihrer Zähne zerkaut haben. Der intensive Geruch der Samen sorgte darüber hinaus für einen frischen Atem. Kardamom soll sogar eine bessere Mundhygiene herstellen. Bei regelmäßigem Konsum hilft es dabei, Infektionen im Mund-und Rachenraum zu beseitigen sowie Mundgeschwüre zu lindern. Die Einsatzbereiche von Kardamom für einen gesunden Atem umschließen heutzutage die Bekämpfung von Knoblauch- und Alkoholfahnen.

Die Inder schwören auf Kardamom, um Atemwegserkrankungen zu behandeln. Sie setzen es seit Jahrtausenden gegen asthmatische Beschwerden sowie gegen chronische Bronchitis ein. Außerdem soll Kardamom über eine erkältungslindernde Wirkung verfügen. Erfahrungsberichten zufolge mindert die Einnahme von Kardamom die Beschwerden von Erkältungen bis hin zu Grippeerscheinungen spürbar.

Da Kardamom den Speichelfluss anregt, konnte es sich als Geheimtipp für Sänger entwickeln. Sie nehmen Kardamom vermischt mit Milch ein, um ihre Stimmbänder zu verwöhnen. Indische Sänger sind teils fest davon überzeugt, dass ihre Stimme durch den Konsum von Kardamommilch besser klingt. Nach ihrem Auftritt trinken sie eine Tasse Kaffee mit Kardamom, weil sie dem Gewürz eine entspannende Wirkung für die Stimmbänder zu schreiben. Allerdings soll eine warme Milch mit Kardamom außerdem dazu führen, dass Menschen besser in den Schlaf finden. Die Inhaltsstoffe von Kardamom wirken generell entspannend. In Verbindung mit Zimt und auf Körpertemperatur erhitzt, soll das Gurgeln mit Kardamommilch Halsschmerzen vertreiben. Es vermag angeblich, die Beschwerden einer Mandelentzündung zu lindern und Heiserkeit zu bekämpfen.

Kardamom bei Verdauungs- und Magen-Darmproblemen

Überlieferungen aus der Antike besagen, dass im Mittelmeerraum Kardamom konsumiert wurde, um einen Blähbauch, Krämpfe und andere Verdauungsstörungen in den Griff zu bekommen. In der modernen Gesellschaft kommt Kardamom immer noch zum Einsatz, wenn Menschen unter Verdauungsproblemen leiden. Der in Kardamom enthaltene Würzstoff regt die Sekret-Produktion von Galle, Magen und Speicheldrüsen an. Als Ergebnis kann ein Magen selbst schwerere Mahlzeigen besser verdauen. Ein aufgeblähter Bauch sowie ein unangenehmes Völlegefühl klingen meist rasch ab. In der Antike verwendeten Herrscher offenbar Kardamomsamen bei ausschweifenden Festgelagen. Die exotischen Samen regen nämlich ebenfalls den Appetit an. Als Beigabe zu üppigen fettreichen und süßen Speisen profitierten die Menschen in früher Zeit demnach sowohl von dem köstlichen Aroma, als auch von den verdauungsfördernden Eigenschaften des Kardamoms.

Stimmungsaufhellende Wirkung des Kardamoms

Die althergebrachte ayurvedische Heilkunst stützt sich auf ihre Erfahrung, dass Kardamom dunkle Gemüter aufhellt. Es verbessert die Stimmung und führt grundsätzlich zu einer besseren Gesamtkonstitution. Entsprechend dosiert soll Kardamom zuweilen Impotenz und andere sexuelle Störungen beheben können.

Kosmetische Verwendung von Kardamom

Die wertvollen Inhaltsstoffe von Kardamom können bei äußerlicher Anwendung Hautirritationen beruhigen. Hierzu gießen Verbraucher einen äußerst starken Tee aus Kardamomblättern auf. Diesen Tee sollten sie allerdings nicht pur auf irritierte Hautpartien auftragen. Im Idealfall mischen Anwender Kardamomtee mit Bockshornkleeblättern, Nelken, Zimt und Minze. Dieselbe Mischung dürfen Interessierte auch als Spülung in die Haare geben. Sie soll eine reinigende und verdunkelnde Wirkung haben. Zudem soll diese Tinktur für besseren Haarwuchs sorgen, soweit Endverbraucher indischen Überlieferungen Glauben schenken mögen.

Kardamom Verwendung in der Küche

Kardamom-Saat, 50g

Kardamom-Saat

Zauber der Gewürze Kardamom-Saat gemahlen, 50g

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Kardamom hat eine sehr feine, charakteristische Aromanote. Kennzeichnend sind der süßliche Geruch und der kräftige Geschmack, der ein wenig wie starker Eukalyptus auf der Zunge brennt. Das Gewürz ist aufgrund dieser ungewöhnlichen Kombination und seiner intensiven Geschmacksnote ausgesprochen populär. Es findet in der Küche hauptsächlich Anwendung bei der Herstellung von feinen Backwerken und Brot.

Kardamom rangiert in der Kategorie der teuersten Gewürze der Welt. Lediglich Safran und Vanille erzielen noch höhere Preise am Markt der Würzstoffe. Aufgrund dessen gibt es im Handel gefälschtes Kardamom, genauso wie es gefälschten Safran gibt. Wer Kardamom kaufen möchte, sollte besondere Aufmerksamkeit darauf legen, keine minderwertige Qualität zu erwerben. Zweitklassiger Kardamom bringt nämlich nur wenige der wichtigen Inhaltsstoffe mit. Das minderwertige Produkt wird übrigens ganz offiziell als Java-Kardamom tituliert. Der teure Preis für Kardamom liegt in der Ernte der Fruchtkapseln. Diese werden, bevor die Frucht aufspringt und die Samenkörner verliert, von Hand gepflückt. Die Kardamomernte ist demnach zeitaufwendig und personalintensiv. Während in Mitteleuropa die Anwendung von Kardamom in der Naturheilkunde weitgehend unbekannt ist, hat das Gewürz in der indischen ayurvedischen Medizin sowie in der altchinesischen Medizin einen festen Platz. Die Samen werden zu mannigfaltigen Mitteln hinzugegeben. Bereits vor tausenden von Jahren schworen die Heilkundigen aus dem Orient und dem asiatischen Raum auf Kardamom als Heilmittel bei diversen Verdauungsproblemen.

In Nachspeisen und Desserts, in Kombination mit Obst und für fruchtige sowie süßen Marinaden und Saucen hat sich der Gebrauch von Kardamom durchgesetzt. Das Gewürz ist sehr beliebt bei Weihnachtsgebäck. Typische Leckereien wie

  • Spekulatius,
  • Lebkuchen und
  • Stollen

sind ohne Kardamomaroma undenkbar. Als wesentlicher Bestandteil von Curry-Pulver ist es genauso wichtig, wie als richtungsgebende Zugabe in Wurstgewürzmischungen. Für herzhafte Genießer sind Kardamomschalen in zerstoßener Form reizvolle Würzstoffe für Suppen und Reisgerichte. Die Schalen passen darüber hinaus hervorragend zu gebratenem Kalbfleisch sowie zu Schweinefleischspeisen.

Des Weiteren hat inzwischen die Getränkeindustrie Kardamom für sich entdeckt. Sie nutzt das Gewürz zum Aromatisieren von alkoholischen Getränken. In Arabien ist Kardamom in Getränken übrigens ebenfalls ganz charakteristisch. Araber verfeinern ihren Kaffee oft mit dem edlen Gewürz Kardamom. Besonders gut schmecken Eiscremes, Kompott, Glühwein, Punsch oder Bowle, wenn sie mit Kardamom veredelt sind.

Kunden bekommen Kardamom in drei verschiedenen Formen:

  • als ganze Fruchtkapsel,
  • als kompletten Samen,
  • als gemahlenes Pulver.

Jede der Varianten eignet sich für den Gebrauch im Haushalt und für den Verzehr. Beim Kauf von gemahlenem Kardamom sollten Verbraucher darauf achten, dass sie ein Produkt erwerben, das ausschließlich gemahlene Samenbestandteile enthält. Die Praxis im Handel zeigt, dass viele Hersteller neben dem Samen einige Schalenanteile mit vermahlen. Doch es ist für Produzenten nicht verboten, Schalen mit zu mahlen. Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass dieses Verfahren „in der Schale gemahlen“ heißt. Endverbraucher erkennen den Unterschied an der Farbe des Pulvers. Wenn Kardamompulver von dunkler Farbe ist, enthält es Schalenanteile. Kardamom, das ohne Schalenzusätze gemahlen ist, besitzt eine verhältnismäßig helle Farbe. Zusätzlich müssen Anbieter ihre Packung entsprechend kennzeichnen, um auf den Inhalt von Schalen aufmerksam zu machen. Kunden sollten die Aussagen der Verpackung von Kardamompulver deshalb genau studieren.

Rezepte mit Kardamom

Kardamom-Tee

Ausgesprochen simpel ist die Zubereitung von schmackhaftem Kardamom-Tee. Einfach einen Teelöffel frische Kardamomsamen (zum Beispiel Dezember Data Kardamom) in einer kleinen Tasse mit kochendem Wasser aufgießen. Anschließend zehn Minuten ziehen lassen und dann abgießen. Den Tee sollten Konsumenten über den ganzen Tag verteilt in kleinen Einheiten trinken. Er lindert Blähungen und Magenkrämpfe, regt den Appetit an und kuriert Magen-Darmprobleme. Verbraucher nehmen im besten Fall jeweils eine halbe Stunde vor einer Mahlzeit etwas von dem Tee ein.

Danziger Goldwasser

Ein spezielles Rezept für Freunde von Kräutergeistern und Likören. Folgende Zutaten sind nötig:

  • 3 Teelöffel frisch gemörserter Kardamom,
  • 1 ½ Teelöffel Koriander,
  • 1 ½ Teelöffel Gewürznelken,
  • 1 Teelöffel Wacholderbeeren,
  • 1 Prise Anis,
  • 1 - 2 Stangen Zimt,
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss,
  • gemahlene Orangenschale,
  • gemahlene Zitronenschale,
  • 2 Hände voll Rosenblüten,
  • 1 Flasche Wodka

Alle Zutaten in ein passendes Gefäß, beispielsweise ein Einmachglas, geben. Die Mischung dann für drei Wochen an einem kühlen Ort ins Licht (!) stellen.

Nach etwa einundzwanzig Tagen die Flüssigkeit durch ein feinmaschiges Sieb abseihen. Nun 250 Gramm Zucker in etwas Wasser auflösen und aufkochen. Sobald der Zucker vollständig aufgelöst ist, das Zuckerwasser zur alkoholischen Mischung geben. Jetzt die komplette Menge auf zwei Einachgläser verteilen und wiederum für drei Wochen an einem kühlen aber hellen Ort ruhen lassen.

Zu guter Letzt wird das Kräutergebräu noch einmal abgeseiht. Hierfür eignet sich ein Kaffeefilter. Als nächstes die fertige Mischung in Flaschen abfüllen.

Wer es edel mag oder das gesunde Likörchen verschenken möchte, legt vor der Abfüllung etwas Blattgold in die Flaschen. Das fertige Danziger Goldwasser vertreibt schlechte Laune und Depressionen. Ein Gläschen Schnaps pro Tag entfaltet angeblich eine gemütserhellende Wirkung. Am effektivsten wirkt der Likör im Anschluss an ein Abendessen als Digestif. Da Alkohol abhängig machen kann, sollten Menschen das Danziger Goldwasser nicht über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig verzehren.

Desserts mit Obst und Kardamom

Weil Kardamom gleichzeitig süßlich und leicht scharf schmeckt, harmoniert sein Aroma vorzüglich mit Desserts. Kardamompulver verfeinert unter anderem Früchte wie pochierte Feigen. Es verleiht in Schokolade getauchten Erdbeeren einen edlen Geschmack. Auch Kaffee-Datteln verleiht Kardamom ein gewisses Extra.

Doch damit ist Kardamom noch lange nicht am Ende: Experimentierfreudige Gourmets und Hobbyköche probieren wie Araber und Asiaten raffinierte Currys, köstliche Reisgerichte, würzige Chutneys oder ein pikantes Couscous mit Kardamom.

Kardamom schmeckt nicht nur in der Weihnachtszeit speziell

Für enorm viele Menschen gehört Kardamom insbesondere in die Vorweihnachtszeit. In jedem Jahr verleiht der exotische Würzstoff Plätzen, Lebkuchen und anderen saisonalen Leckereien ihren typischen Eigengeschmack. Doch mit seiner beachtlichen Anzahl an guten Eigenschaften sowie seinem betörenden Aroma hat Kardamom nicht nur an Weihnachten einen Platz im Gewürzregal sicher. Kardamom taugt an jedem der 365 Tage im Jahr zu leckeren Einsätzen. Am schmackhaftesten ist Kardamom, wenn Verbraucher die Samen immer erst unmittelbar vor der Zubereitung einer Speise von der enorm festen Schale befreien. Somit können die ätherischen Öle ihren Duft optimal entfalten. Es ist ganz unproblematisch, die Kardamomsamen von Hand aus den Hüllen der Frucht zu pulen. Im Anschluss können Köche die Samen im Ganzen verwenden oder noch in einem Mörser zerstoßen.

Als köstliche Ergänzung zum Standartsortiment an Küchengewürzen ist es besonders wichtig, Kardamom korrekt zu lagern.

Kommt Kardamom mit Luft und Licht in Berührung, verliert es ganz schnell seine ätherischen Öle. Kardamomkapseln sind am besten in luftdichten, dunkel verschlossenen Behältern aufgehoben, die kühl aufbewahrt werden. Überdies empfiehlt es sich, dass Kunden stets nur kleine Mengen Kardamom einkaufen, die sie zügig verbrauchen. Es ist sinnvoll, das Gewürz häufiger frisch nachzukaufen.

Der Geschmack von Kardamom intensiviert sich, wenn Verbraucher die Körner nach indischem Röstverfahren veredeln. Dazu rösten sie den Kardamom in einer Pfanne ohne jegliches Fett. Wer Kardamom in Kapselform verwendet, sollte diese unbedingt mitkochen, um den Geschmack voll auszukosten. Abgesehen von zahlreichen traditionellen Rezepten, die es schon lange am Markt gibt, entwickeln Hobby- und auch Profiköche durch Experimente mit Kardamom immer wieder neue Rezepturen und Speisevorschläge.

Kardamom hat eine günstige Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden. Wer es als schützendes Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, dem wird es in vielerlei Hinsicht von Nutzen sein.

Kardamom Varianten

Endverbraucher finden im Handel verschiedene Darreichungsformen von Kardamom. Gebräuchlich sind folgende Varianten:

Grüner Kardamom Das Innere einer Kardamomfrucht trägt kleine, klebrige Samenkörner von braunschwarzer Farbe. Je dunkler schwarz die Farbe des Samens erscheint, desto besser und hochwertiger ist seine Qualität. Die grünen Kapseln müssen vor der Reife per Hand geerntet und im Anschluss völlig getrocknet werden. Grüner Kardamom ist sehr würzig.
Schwarzer Kardamom Die Samenkapseln des Schwarzen Kardamoms sind nicht, wie der Name vermuten lässt, völlig schwarz, sondern eher braun-gelblich. Das Erscheinungsbild und Ernteverfahren entspricht ansonsten dem Grünen Kardamom. Die Samen des Schwarzen Kardamoms würzen allerdings deutlich schwächer als die des Grünen.
Weißer Kardamom Äußerst rar und nur schwer erhältlich ist Weißer Kardamom. Es handelt sich bei dieser Sorte nicht um eine natürliche weitere Ernte. Weiße Kardamomsamen sind gebleichte Grüne Kardamomsamen.
Kardamom als geschlossene Fruchtkapsel Käufer finden im Handel geschlossenen Kardamomkapseln. Aus diesen müssen sie zuhause die Samen heraus pulen. Das geht relativ unproblematisch. Der Vorteil ist, dass die Kapseln das licht- und luftempfindliche Aroma des Samens am optimalsten bis zum Verbrauch schützen. Der Kauf von ganzen, getrockneten Kardamomfrüchten empfiehlt sich für die Behandlung von Verdauungsproblemen, da das ätherische Öl in der Fruchthülle geschützt ist. Die Früchte sind unter anderem in Apotheken erhältlich.
Kardamom als ganzer Samen Wer die Samenkörner verarbeitet, spart sich die Vorbereitung des Pulens aus der Schale. Die Körner können komplett in Speisen mit verkocht werden. Durch Rösten in einer Pfanne ohne Fett entwickeln Kardamomsamen ihr Aroma zu vollständiger Reife. Eine Alternative ist das Zerstoßen der Samen mit einem Mörser, so erhalten Küchenchefs und Hobby- sowie Freizeitköche eine frische Gewürzzugabe. Die Kardamomsamen müssen luftdicht und lichtgeschützt gelagert werden, damit das Aroma und die positiven Wirkstoffe nicht zügig verpuffen.
Gemahlener Kardamom Für die praktische Verarbeitung in Speisen und Getränken bietet sich Kardamom in gemahlener Form an. Aufgrund des empfindlichen Aromas sollten Verbraucher davon stets nur kleine Mengen frisch einkaufen und schnell verarbeiten. Beim Erwerb von Kardamompulver achten Käufer darauf, dass sie einen reinen, ohne Schalen gemahlenen Kardamom erstehen, der von heller, klarer Farbe ist.

Kardamom Produkte

Ätherisches Kardamom-Öl

Zur sofortigen Verwendung für feine Desserts und Marmeladen hält der Handel 100 Prozent reines ätherisches Öl bereit, das Kunden erwerben können. Das ätherische Öl verbreitet ebenfalls in Duftlampen sein einmaliges Aroma und hellt dunkle Gemüter auf. Es wirkt wärmend und behaglich. Aufgrund seines exotischen Duftes können Verbraucher das Öl für Kosmetikprodukte und zur Hautpflege einsetzen.

Beispiele für Kardamomöle auf Amazon.de mit Top Bewertung:
Kardamom, 100% naturreines ätherisches Öl, 10ml, etwa 14 Euro
Neumond ätherisches Öl, 5 ml, etwa 13 Euro

Kardamom-Kapseln

Als Naturheilmittel und Nahrungsergänzungsmittel vertreiben Apotheken gebrauchsfertige Kardamom-Kapseln. Viele dieser Fertigprodukte enthalten reines Kardamompulver und sind sogar für Vegetarier geeignet. Die genauen Inhaltsstoffe und eventuelle Zusätze entnehmen Kunden der Verpackungsbeilage. Die Kapseln sind zum Einnehmen gedacht. Ihre Handhabung ist komfortabel und eignet sich für unterwegs wie für daheim. Angaben zur korrekten Dosierung machen die Hersteller ebenfalls auf der Verpackungsbeilage. Die Kapseln kommen vorrangig bei Übelkeit, Magenschmerzen, Blähungen oder Erbrechen zum Einsatz.

Beispiele für Kardamom Kapseln auf Amazon.de mit Top Bewertung:
DR WAKDE Bio Kardamom kapseln, 60 Kapseln, etwa 20 Euro

Kardamom in Kautabletten

Kardamom ist ein Bestandteil von käuflichen Kautabletten, die nach dem Genuss von Zwiebeln, Knoblauch oder Alkohol für einen frischen Atemhauch sorgen. Insbesondere nach dem Essen sorgen die Kautabletten aus pflanzlichen Wirkstoffen wie Kardamom, Salbei, Koriander, Zitronenaroma und Menthol für die Neutralisierung unangenehmer Mundgerüche. Die Kautabletten sind eine beliebte Atemerfrischung für „den Tag danach“. Alternativ kommen sie nach dem Mittagessen in der Kantine oder am Arbeitsplatz zur Anwendung.

Hinweis:
Die vorliegenden dargestellten Inhalte dienen der neutralen Information und stellen keinen Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen Nähr-, Arznei-, Heilmittel, Methoden oder Behandlung dar. Unsere Beiträge und Tipps beziehen sich lediglich auf die vorgestellten Produkte als Lebensmittel und ihre Verwendungen im Allgemeinen und bezwecken eine kritische Auseinandersetzung mit den jeweiligen Produkten. Wir sind weder selbst Händler, noch produzieren wir die hier vorgestellten Artikel. Dieses Portal beschäftigt sich ausschließlich mit Produkten, die wir selbst verwendet haben. Hinweise auf konkrete Produkte einzelner Hersteller und Empfehlungen betreffen lediglich unsere Einkaufsquellen. Sie beziehen sich auf eigene Erfahrungen. kardamom-wirkung.de ist ein reines Ratgeber-Portal. Wir empfehlen dringend, sämtliche Verwendungs- und Warnhinweise auf diesen Internetseiten sowie auf den jeweiligen Verpackungen der etwaig erworbenen Produkte streng zu beachten. Es kann keine Garantie auf Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Ausgewogenheit der Informationen gegeben werden. Die Inhalte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und sollten nicht als Grundlage eigener Diagnosen und Handlungen dienen. Wir übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus den hier dargestellten Inhalten ergeben.

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